Pressemitteilung

Unter der Leitung von TARGIS entwickelt ein Oldenburger Konsortium über drei Jahre innovative Assistenzsysteme für die Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung in Berufswahl und Berufsbildung. Am 28. August 2018 startete das Projekt mit einem Kick-off im Alten Landtag in Oldenburg und Grußworten u.a. vom Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler.


Oldenburg, 31. August 2018 // Für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung gibt es viele Barrieren beim Zugang zum ersten Arbeitsmarkt. Gerade Maßnahmen zur beruflichen Orientierung und Ausbildung sind oft nicht angemessen gestaltet – eine Herausforderung, für die digitale Technologien jetzt Lösungen bieten können.

Das Projekt STABIL (Selbstbestimmung und Teilhabe für Alle in Berufswahl und Berufsbildung) hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, ein digitales, interaktives Assistenzsystem zu entwickeln, das die Kommunikation über berufliche Interessen und Talente, Ausbildung und Arbeitsplätze unterstützen kann. Für die Koordination setzt das Forschungsprojekt auf die Kompetenz der TARGIS GmbH: Die „Softwareschmiede“ der VRG-Gruppe in Oldenburg profitiert u.a. von der langjährigen Erfahrung mit Software für die Sozialwirtschaft und hat bereits für viele wissenschaftliche Projekte innovative Lösungen entwickelt.

„Das digitale Assistenzsystem kann Lehrer und Ausbilder bei der individuellen Unterstützung helfen, etwa um zielgerichtete Beratungsgespräche zu führen oder passende Ausbildungsberufe und Einsatzbereiche zu identifizieren“, erläutert TARGIS-Entwicklungsleiter Dr. Torsten Ripke. Die verbesserte Kommunikation kann damit die Selbstbestimmung von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung in Berufsorientierung, Berufsausbildung und Berufsalltag nachhaltig verbessern.

 

Die Auftaktveranstaltung des Projekts am 28. August 2018 zog rund 130 Interessierte nach Oldenburg in den Alten Landtag Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler sagte dort über das Projekt: „Das Engagement des in Oldenburg gegründeten Konsortiums im Forschungsprojekt STABIL zeigt, dass Digitalisierung im Bereich Bildung und Inklusion viele Chancen bietet. In dem Zusammenschluss arbeiten ein Universitätsinstitut und ein gemeinnütziger Verein mit Wirtschaftsunternehmen zusammen. Ein enger Austausch zwischen diesen Akteuren ist ein starker Motor für Innovationen und zukunftsweisende Ideen. Ich bin gespannt auf die hier erarbeiteten Lösungen, die die berufliche Integration geistig beeinträchtigter Menschen unterstützen.“

Das neue System wird zunächst in Unternehmen und Schulungseinrichtungen erprobt und implementiert. Die zugrunde gelegte Methode arbeitet bisher mit Bildkarten auf Papier, die entsprechend der persönlichen Einschätzung in vordefinierte Felder (z. B. „finde ich gut“, „kann ich“) verschoben werden.

Neben TARGIS GmbH (als Koordinator) wollen die Projektpartner embeteco GmbH & Co. KG, Gemeinnützige Werkstätten Oldenburg e.V., Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik) und Institut für Ökonomische Bildung gGmbH mit gebündeltem pädagogischen und technischen Know-how Barrieren abbauen und einen entscheidenden Beitrag zur Selbstbestimmung und beruflichen Teilhabe leisten.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt für drei Jahre. Mehr Informationen auch auf der Website des Projekts unter www.stabil-inklusion.de.


Über die VRG-Gruppe

Mit 50 Jahren Erfahrung und einem breiten Branchen-Know-how verstehen sich die Unternehmen der VRG-Gruppe als kompetente Partner für das tägliche IT-Business. Rund 430 qualifizierte Mitarbeiter und moderne Technik im Service-Rechenzentrum stellen ständige Beratung und Betreuung der Kunden in allen Fragen der IT sicher und sind Basis für Leistungsfähigkeit und Qualität kundenorientierter Dienstleistungen. Dabei bietet die Unternehmensgruppe innovative Lösungen, von der Unterstützung bei der Personalabrechnung und -verwaltung über das Outsourcing sowie die Betreuung von IT-Systemen und Netzwerken bis zur IT-gestützten Optimierung sämtlicher Geschäftsprozesse. Die bundesweite Präsenz mit 14 Geschäftsstellen sorgt für die notwendige Nähe zu den derzeit mehr als 3.600 Kunden.

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